Ponchoweste „Sommerwelle“

Ponchoweste "Sommerwelle"
Ponchoweste „Sommerwelle“
aus einem abgewandelten Dreiecktuch

Für diese Ponchoweste habe ich die Anleitung für ein symmetrisches Dreieckstuch abgewandelt. Man beginnt dieses einfach später: dort, wo die Maße des Halsausschnitts erreicht sind!

Ich habe hierfür 800 m eines dreifädigen Baumwoll-Woll-Bobbels verwendet (unbezahlte Werbung: „Traumstrand“ von Fadenspieldesign), die Anleitung für „Deck the Shoulders“ herangezogen und 179 Maschen angeschlagen.
Erste Reihe: RM, re – Musterblock A2 – 5x Musterblock A3 – Musterblock A4 – mittlerere Masche rechts (markieren!) – Musterblock A2 – 5x Musterblock A3 – Musterblock A4, re, RM.
Ab hier wird dann einfach wie beim Tuch weitergestrickt – nach immer jeweils drei Wellen gibt es auf beiden Seiten je zwei Musterblöcke A3 mehr!

Achtung: Bei diesem Muster heißt es genau zählen. Jeder Fehler rächt sich später!

Stricken, bis die gewünschte Größe fast erreicht ist – dazu könnt ihr euch das Strickstück auch über die Schulter legen. Dann eine Rückreihe rechts, die nächste Hinreihe rechts ohne Zunahmen stricken und die Ärmel abstecken. Dazu jeweils die Mitte der seitlichen Partien markieren und von dort ab gleich viele Maschen abzählen. Ich hatte seitlich der mittleren Masche je 35 Maschen, also 71 pro Ärmel. Die Maschen von den Spitzen bis dahin und zwischen den Ärmeln werden in der folgenden Rückreihe rechts abgekettet, die Ärmelmaschen jeweils auf eine extra Nadel genommen.
Wenn die letzte Reihe bis auf die Ärmelmaschen abgekettet ist, wird die Kante noch mal mit Kettmaschen umhäkelt: erst mal von der Spitze bis zum ersten Ärmelsaum. Nun diesen stricken: im Rippenmuster 1 rechts, 1 links im Wechsel über einige Reihen. Dann abketten, die kleine Naht unten mit Kettmaschen schließen und die Abkettkante der Wellen weiter mit Kettmaschen umhäkeln – um die Spitze bis zum nächsten Ärmel. Diesen genauso stricken. Auch hier wieder die Naht schließen und dann noch das letzte Stück Kante bis zur Spitze mit Kettmaschen umhäkeln. Fertig!

Sommerwelle nach dem Abketten, vorm Stricken der Ärmelbündchen
Nach dem Abketten, vorm Stricken der Ärmelbündchen.
Hier kann man gut die Grundform der Ponchoweste erkennen.

Schließen kann man die Weste – sofern man das will – vorne mit einer Nadel oder auch mit einem großen Knopf. Dazu habe ich an der gegenüberliegenden Seite eine Schlinge aus Luftmaschen mit Kettmaschen umhäkelt und auch die gesamte Ausschnittskante oben noch mit Kettmaschen verstärkt.

Und hier der Link zur Anleitung:

https://www.garnstudio.com/pattern.php?id=7288&cid=9

Ponchoweste „Sommerabend“

Ponchoweste "Sommerabend"
Gestrickte Ponchoweste

Schnitt und Aufbau einer solchen Ponchoweste sind denkbar einfach: Wie bei einem Dreieckstuch werden in der Mitte seitlich der mittleren Masche in jeder zweiten Reihe je eine Masche zugenommen, außerdem am Rand. Nach diesem Prinzip kann man munter drauf los stricken.

Ich habe hier ca. 1100 m Farbverlaufsgarn verstrickt: Bobbel „Blütenmeer“ von Fadenspieldesign (unbezahlte Werbung). Von der Stärke her entspricht es etwa dreifädigem Garn. Angeschlagen habe ich 121 Maschen. Die mittlere davon wird markiert. Neben dieser und jeweils der dritten Masche ab Rand wird dann in jeder Hinreihe eine Masche aufgenommen. Dazwischen habe ich ein Rechts-Links-Blockmuster verwendet: 3 re, 3 li im Wechsel. An den Zunahmestellen muss man das Muster einfach passend erweitern.
Nach jeweils 14 Reihen habe ich die Blöcke gewechselt, also dort glatt links gestrickt, wo vorher rechts war, und umgekehrt. Dadurch springt das Ganze etwas zusammen, wärmt schön, ist aber auch schön flexibel.
So immer weiterarbeiten, bis die gewünschte Größe erreicht ist. Dann die Ärmel abstecken. Dazu jeweils die Mitte der Seitenpartien markieren und von dort ab gleich viele Maschen abzählen. Ich hatte je 39 Maschen, also 78 pro Ärmel. Die anderen Maschen werden in der folgenden Reihe abgekettet, die Ärmelmaschen jeweils auf ein Nadelspiel genommen und in Runden noch mal 14 Runden weitergestrickt (Rippenmuster wieder versetzen), dann auch hier abketten. Die Kanten habe ich zum Schluss noch mit Kettmaschen umhäkelt.
Schließen kann man die Weste – sofern man das will – mit einer Nadel oder auch mit einem Knopf oben.

Ponchoweste von hinten
Ponchoweste von hinten
Ganz einfach: gestrickte Ponchoweste
Ganz einfach: gestrickte Ponchoweste

Hexagon-Diamant

Hexagon-Strickjacke
Hexagon-Strickjacke

Der Hexagon-Diamant ist eine Strickjacke, zu der mich gehäkelte Hexagon-Jacken inspiriert haben. Die sind in der Regel sehr grob. Meine gestrickte Variante sieht meines Erachtens viel feiner aus. Ich habe dazu zwei 750-m-Bobbel vierfädiges Farbverlaufsgarn (unbezahlte Werbung: „Blue Diamond“ von Bobbelsbykati) verwendet.

Meine Anleitung findet ihr bei Crazypatterns:

https://www.crazypatterns.net/de/items/49674/hexagon-diamant-strickjacke-aus-zwei-farbverlaufsbobbeln

Schwingende Tunika mit Farbverlauf

Gestrickte Tunika aus zwei identischen Bobbeln

Zu dieser Tunika hat mich eine Anleitung von Filati inspiriert (Modell 17 von 2013, die Anleitung wurde aber auch bei Wunderweib veröffentlicht, siehe unten). Sie wird jeweils von den Ärmeln zur Mitte hin gestrickt und dort dann verbunden. Durch verkürzte Reihen hat das Oberteil eine schwingende A-Linie.

Mit fünffädigem Farbverlaufsgarn könnte man genau nach Anleitung vorgehen. Ich hatte – für Größe 44 – zwei 750-m-Bobbel vierfädiges Farbverlaufsgarn (unbezahlte Werbung: „Meerestiefen“ von Bobbelsbykati). Darum habe ich mir die Maschen hochgerechnet, und weil ich eine längere Tunika wollte statt eines Pullovers, habe ich das Ganze verlängert (bzw. beim Stricken verbreitert). An den Rändern habe ich jeweils 8 Maschen rechts-links gestrickt und mir so das Bündchen später erspart. Falls es jemand nacharbeiten will, hier der Link zur Anleitung:

https://www.wunderweib.de/v-pullover-stricken-101510.html

Tunika „Auf Zack“

gestrickte Tunika RVO zackig
Tunika „Auf Zack“

Diese Tunika wird nach der Raglan-von-oben-Methode gestrickt. Das ist ganz einfach: Dreht man die „üblichen“ Raglanlinien etwas, erhält man automatisch diesen zackigen Schnitt!

Material: ca. 1200 m vierfädiges Farbverlaufsgarn für ca. Größe 44 (den Bobbel hatte ich ohne Banderole aus zweiter Hand und kann somit weder Angaben zu Name noch zu Wickler machen). Pro Größe kleiner könnt ihr mit etwa 100 m weniger rechnen, pro Größe mehr mit 100 m mehr – immer auch abhängig von der von euch gewünschten Länge. Dazu am besten zwei Rundstricknadeln (ich hatte 3,5) und vier Maschenmarkierer.

So wird’s gemacht: 160 Maschen anschlagen. Für einen halsnäheren Ausschnitt weniger Maschen, Minimum sollten 120 bei vierfädigem Garn sein. Die Maschenanzahl muss durch 4 teilbar sein! Setzt in die erste und jeweils in die Masche nach einem Viertel der Maschen einen Maschenmarkierer ein – also bei 160 Maschen in die 1., 41., 81. und 121. Masche. Das ist der Beginn der Raglanlinien. Gestrickt wird in Runden: Aufpassen, dass ihr die Maschen zu Beginn nicht verdreht!
Nun für den Ausschnitt erst einmal acht Runden kraus rechts stricken, also jeweils eine Runde rechts, eine Runde links im Wechsel.

Danach wird glatt rechts gearbeitet, und es geht los mit den Zunahmen. In einer Runde macht ihr dazu jeweils vor der letzten Masche vor den Markierern und nach der ersten danach einen Umschlag (also jeweils Umschläge seitlich von drei Maschen). Die Umschläge werden dann in der Folgereihe verschränkt gestrickt. Mit diesen beiden Runden im Wechsel wird immer weitergearbeitet.

Damit die Zacken schön zur Geltung kommen, habe ich jeweils 7 Reihen glatt rechts und 3 Reihen glatt links im Wechsel gearbeitet. Dabei die markierten Maschen und die beiden Maschen seitlich davon weiter rechts stricken und die Umschläge beibehalten – in linken Reihen aber dann links verschränkt statt rechts verschränkt stricken.

Tunika vor der Abtrennung der Ärmel
Ärmel abstecken und markieren

So wird immer weitergearbeitet, bis sich das Strickstück unter den Achseln schließen lässt. Dazu probiert ihr es an: Maschen am besten auf mehrere Rundstricknadeln verteilen! Die Raglanlinie mit der ersten markierten Masche liegt dazu über einem Arm, die zweite vorn in der Mitte usw. Lässt sich das Ganze unter den Armen gut schließen? Prima, dann steckt es ab. Aufpassen, dass ihr beginnend vom Markierer aus jeweils die gleiche Maschenanzahl habt!

Die Maschen für die Ärmel werden nun jeweils erst einmal auf eine separate Nadel genommen und bekommen einen kleinen Bund. Dazu an der Achsel fünf Maschen zusätzlich auf die Nadel nehmen und mindestens sechs Runden kraus rechts stricken (oder Reihen, wenn die Rundstricknadel zu kurz ist). Ärmel dann abketten und den Faden (er endet unter der Achsel) mit Kettmaschen zurück zum Rumpfteil häkeln. Die angeschlagenen Maschen unter den Ärmeln werden zusätzlich auf die Rundstricknadel genommen. So mit beiden Ärmeln verfahren.

Wer eine schmale Taille hat, kann die Tunika unter den Ärmeln etwas verjüngen. Dazu unter den Armen jeweils einen Maschenmarkierer einsetzen und seitlich von diesen z.B. alle acht Runden bis zur Taille jeweils zwei Maschen zusammenstricken.

Die Umschläge um die markierten Maschen vorne und hinten werden wie bisher weitergearbeitet, können aber auch bis zur Taille erst einmal eingestellt werden. Wer es nicht ganz so ausladend will, kann die Zunahmen reduzieren, indem nach der Runde mit den verschränkten Umschlägen erst einmal eine Runde (oder auch zwei oder drei) ohne Umschläge gearbeitet wird. So bis zur gewünschten Länge stricken. Dabei zum Schluss wieder einen krausrechten Saum stricken. Nach dem Abketten habe ich den Rand noch mit Kettmaschen umhäkelt.

Quadrat-Pulli

Quadrat, Hugs and kisses, Strickanleitung, Farbverlaufsgarn
Im Quadrat gestrickter Pulli

Dieser Pulli wurde aus der Mitte heraus im Quadrat gestrickt. Mit Farbverlaufsgarn ein toller Effekt! Eine gute Anleitung dafür findet ihr unter garnstudio.com: „Hugs and kisses“ .

Prinzipiell ist die Garnstärke egal, einfach stricken, bis das Quadrat so breit wie der gewünschte Pulli ist. Ich habe hierfür 600 m sechsfädiges Farbverlaufsgarn verwendet (unbezahlte Werbung: Bobbel „Candy“ von Bobbelsbykati). Für das Vorderteil habe ich 400 m gebraucht, hinten die letzten 200 m verstrickt und rundum ergänzt – mit der letzten Farbnuance des Bobbels. Insgesamt habe ich davon 700 m für die Umrahmung von Vorher- und Rückenteil inklusive Ausschnitt und Saumverlängerung hinten sowie für die Ärmel benötigt.

Mit entsprechend dickem Garn könnt ihr euch komplett an die Anleitung „Hugs and kisses“ halten. Ich habe die Ärmel von oben nach unten glatt rechts gestrickt, dazu die doppelte Breite angeschlagen (bei mir 82 Maschen) und bis zum Ärmelsaum dann alle sechs Reihen beidseitig jeweils eine Masche abgenommen.

im Quadrat gestrickter Pulli - Rückansicht
Meine Version von „Hugs and kisses“ von hinten

Hier der Link zur Anleitung:

https://www.garnstudio.com/pattern.php?id=6043&cid=9

Seelenwärmer „Africa“

Seelenwärmer
Seelenwärmer „Africa“
Seelenwärmer von hinten
Seelenwärmer von hinten

Seelenwärmer werden einfach aus einem Rechteck gefertigt. Dieser hier ist besonders einfach zu stricken und doch so raffiniert in der Wirkung!

Material:
2x 900 bis 1000 m vierfädiges Farbverlaufsgarn (zwei identische Bobbel, ich habe „Africa“ von bobbelsbykati (unbezahlte Werbung) verwendet)
für etwa Größe 44 mit großzügigen Maßen,
passende lange Rundstricknadel – ich verwende 3,5

So geht’s:
302 Maschen anschlagen. Das ergibt ein Rechteck mit ca. 125 cm Breite, der Seelenwärmer sitzt sehr locker. Wer weniger Breite will, kann die Maschenzahl um Vielfache von 8 reduzieren (oder auch erhöhen).

6 Reihen glatt rechts stricken (das ergibt einen kleinen Rollrand),
dann: 1. Reihe : RM, 2 re, 4 li, dann immer (4re, 4 li), enden mit 2 re, RM.
Rückreihe und alle folgenden Reihen stricken, wie die Maschen erscheinen

So fortfahren, bis die Hälfte der gewünschten Höhe (bei mir etwa 110 cm, mindestens 80 cm sollten es sein) erreicht ist – oder etwas mehr. Ich habe vom ersten Bobbel noch einen Farbverlauf mehr verwendet. Dann den Faden abschneiden. Den zweiten Bobbel verdreht ansetzen und bis fast zum Schluss verstricken. Wie viel Garn noch verbleibt, könnt ihr mit Hilfe des Beginns des Teils abschätzen. Die letzten sechs Reihen wieder glatt rechts stricken (Achtung, dass ihr die gleiche Seite verwendet wie am Beginn!), dann abketten.

Das Rechteck der Länge nach zusammenfalten und die Seiten jeweils bis zum Armloch schließen. Am besten vorher testen, wie groß dieses werden soll, und mit Sicherheitsnadeln abstecken.

Bei mir ist das Loch für die Ärmel ca. 24 cm breit (einfach gemessen)

Seitennaht Seelenwärmer
Seitennaht schließen bis zum Armloch