Nikolaus-Grütze

Nikolaus-Grütze
Nikolaus-Grütze

Kennt ihr Astrid Lindgrens „Tomte Tummetott“? Dann wisst ihr auch um den skandinavischen Glauben an die Hauswichtel, die gerne Schabernack treiben. Um sich mit ihnen gut zu stellen, gerade vor den Weihnachtstagen, stellt man ihnen einen Teller mit Grütze vor die Tür, der dann meist über Nacht verschwindet. Traditionell wird hierfür Milchreis oder Hafergrütze verwendet.

Meine Version dient eher zum „Gutstellen“ mit Freunden und ist in den Nikolaus-Farben gehalten. Die Grütze hält sich im Glas verschlossen mindestens eine Woche und eignet sich somit bestens, um sie lieben Menschen vor die Tür zu stellen. Sie schmeckt aber auch frisch zubereitet wunderbar – dann allerdings scheint sie deutlich süßer zu sein als im erkalteten Zustand!

Hierfür rote Grütze kochen. Dafür 350 g tiefgekühlte Beeren mit 200 ml Johannisbeersaft (alternativ: Traubensaft oder Kirschfruchtsaftgetränk) und 1 Päckchen Vanillezucker aufkochen. 2 EL Stärke in wenig kaltem Wasser anrühren, unter die Beeren mischen und noch mal kurz aufkochen lassen. Dann in Gläser füllen.

Für den Schneerand 300 g weiße Marshmallows unter Rühren in 150 ml Sahne aufkochen, dann köcheln lassen – unter ständigem Rühren, bis sich die Marshmallows aufgelöst haben. Über die rote Grütze geben und die Gläser verschließen.

Je nach Glasgröße reicht dies für 4 bis 8 Gläser bzw. Desserts.

Santas Likör

Santas Likör
Santas Likör

Bei frostigen Temperaturen brauchen wir innere Wärme. Kein Wunder, dass Glühwein jetzt so beliebt ist. Noch besser schmeckt Glühwein-Likör. Den kann man prima verschenken!

Dazu 3 unbehandelte Orangen auspressen, die Schale abreiben. Ebenso die Schale einer unbehandelten Zitrone abreiben. Ein etwa teelöffelgroßes Stück Ingwer hacken. Mit den Schalen und
250 g Rohrohrzucker,
1 aufgeschlitzten Vanilleschote,
5 Gewürznelken,
3 Zimtsstangen,
3 Sternanis,
1 Prise Muskatnuss
und
1 großzügigen Prise Kardamom
in 400 ml Rotwein geben, kurz aufkochen, dann etwa 30 Minuten köcheln lassen.

Den Orangensaft zufügen, weitere 5 Minuten köcheln lassen. Weitere 300 ml Rotwein zufügen, nochmals aufkochen und über Nacht ziehen lassen. Dann das Ganze mit 700 ml Wodka auffüllen und durch einen Filter mit einem Trichter (unbezahlte Werbung: der Edelstahl-Kaffeefilter „Överst“ von Ikea ist perfekt dazu) in Flaschen füllen.

Die könnt ihr mit Mützen versehen: aus einem gestrickten Strickschlauch, geklebt aus Filz oder gefaltet aus Geschenkpapier.

Santas Backmischung

Santas Backmischung
Santas Backmischung

Backmischungen im Glas kommen bei fast jedem gut an – und noch mehr, wenn sie gleich in Form eines Nikolauses verschenkt werden!

Zum Abfüllen habe ich eine 700-ml-Flasche von Tomatenpürree bzw. -soße verwendet. Solche Flaschen gibt es in dieser Größe von verschiedenen Herstellern im Supermarkt. Gut ausspülen und das Etikett entfernen!

Nun kommt die Backmischung hinein. Verwendet hierfür einen Trichter!
Zunächst alles in Weiß für den Bart einfüllen:
130 g Mehl
70 g Speisestärke
1 Päckchen Backpulver
1 Päckchen Vanillezucker
.

Alles gut herunterschütteln, damit innen oben nichts Weißes am Glas haftet!

Dann folgen:
100 g Rohrohrzucker, darauf
1 TL Zimt
1/2 TL gemahlene Nelken
1 Prise Ingwerpulver
und
1 Prise Kardamom.

Das Ganze wird gekrönt von
100 g Schokoladenraspeln.

Die Flasche verschließen und das „Gesicht“ außen mit Augen versehen. Ich habe hierzu Wackelaugen aufgeklebt. Ihr könnt aber auch einfach mit einem Lackstift Augen aufmalen.

Es fehlt nun noch die Backanweisung, die ihr auf ein Etikett schreibt:

85 g Butter zerlassen. 2 Eier verquirlen, die Butter zufügen. Dann die Backmischung unterrühren. In eine gefettete Kastenform füllen und bei 175 Grad Umluft ca. 45 Minuten backen. Aus der Form lösen und erkalten lassen.

Nach Wunsch kann der Kuchen dann mit Schokoguss glasiert werden. Wer will, kann diesen gleich als Nikolaus-Sack zur Backmischung geben!

Santa-Inspirationen für jeden Tag im Advent!

Quelle: Pixabay

Es war einmal… ein verschuldeter Kaufmann in Myra, der hatte drei Töchter. Die vier wussten sich nicht mehr zu helfen. Es stand im Gespräch, dass die Mädchen ihre Körper verkaufen sollten. So weit kam es nicht: Nachts warf ihnen ein Unbekannter Goldstücke in einem Säckchen durchs Fenster…

Diese Legende vom Nikolaus hat sich vermischt mit der eines gleichnamigen Bischofs. Stürme soll er besänftigt haben, Tote zum Leben erweckt und vieles andere. Kein Wunder, dass er verehrt wurde: am Todestag des Bischofs Nikolaus von Myra, dem 6. Dezember. Im Gedenken an ihn beschenkte man die Kinder.

Warum kommt er in manchen Ländern aber als Weihnachtsmann? Das haben wir vor allem Martin Luther zu verdanken, der nichts von Heiligenverehrung wissen, sondern vielmehr den Glauben an Jesus stärken wollte. Und so etablierte sich ab etwa 1530 das Christkind als Gabenbringer – und die Bescherung fiel aufs Weihnachtsfest. Den neuen Bescherungstag nahm man gerne an. Doch nicht überall wurde das Christkind akzeptiert, vielerorts blieb es beim Nikolaus bzw. beim Weihnachtsmann. In manchen Ländern kommt er auch erst zum 6. Januar, dem Fest der heiligen drei Könige, die dem Kind in der Krippe Gaben brachten.

Unser Bild vom Nikolaus oder Weihnachtsmann geht nicht allein auf den heiligen Nikolaus von Myra zurück: mit hinein mischten sich andere Sagengestalten wie skandinavische Wichtel und das russische Väterchen Frost. Und dann gab es da Coca-Cola, die den guten zum Werbeträger machten und ihn deshalb in ihre Farben einkleideten: weiß und rot. Perfekte Weihnachtsfarben: Weiß einerseits für den winterlichen Schnee, andererseits aber auch für die Unschuld des Neugeborenen im Stall, und Rot für die Liebe.

Die Farben begleiten uns durch den Advent: mit Nikolaus-, Wichtel- und Weihnachtsmann-Gestalten in allen möglichen Formen. Stellvertrend für Nikolaus können wir anderen etwas vor die Tür stellen, vielleicht gerade in diesem Jahr mit den Kontaktbeschränkungen!

Jeden Tag vom 1. bis 24. Dezember findet ihr hierfür eine andere Inspiration.

Eine schöne Weihnachtszeit!

Engels-Tarte

Engelstarte
Engelstarte

Einfach himmlisch schmeckt dieser Kuchen – und das nicht nur in der Weihnachtszeit! Das Rezept habe ich etwas abgewandelt vom klassischen amerikanischen „Angel Pie“:

3 Eiweiß mit 1 Prise Salz steif schlagen, dabei 125 g Zucker und 1 Pck. Vanillezucker einrieseln lassen. Eine kleine Backform (z.B. Springform mit ca. 22 cm ø oder eine Motivbackform) fetten. Den Eischnee hineingeben und dabei einen Rand hochstreichen. Bei 140 bis 150 Gras Umluft 60-70 Min. backen. Danach den Ofen ausschalten und die Tarte eine halbe Stunde im Ofen abkühlen lassen.

Nach Wunsch der Form lösen (Achtung: Baiser bröselt schnell!), mit 50 g gehackten Mandeln bestreuen. Im heißen Wasserbad 150 g Zartbitter-Schokoraspel mit 1 Packung Vanillezucker und 1 TL Zimt in 60 ml Milch auflösen. Vom Herd nehmen und kalt rühren.

450 ml Sahne steif schlagen, 300 ml unter die halbfeste Schokolade rühren. Mit etwas Puderzucker und Kakao oder Schokoraspeln bestreuen. Die übrige Sahne auf die Tarte setzen. Bis zum Servieren kalt stellen.

Engelküsse

Engelsküsse zum Verschenken
Engelsküsse zum Verschenken

Wenn du eine weiße Feder findest, lächelt dir ein Engel zu – und wenn etwas weich und süß auf der Zunge vergeht, ist es, als würde dich ein Engel küssen…

Mitbringsel nach diesem himmlischen Motto kommen bestimmt gut an! Ideal sind alle Arten kleiner Baisers oder Makronen. Ich habe sie ein bauchiges Glas (ehemals von Oliven) gesteckt und den Deckel mit einem weißen Tuch sowie weißen Federn umgebunden. Darin stecken meine liebsten Kokosmakronen – nicht nur, weil sie gut schmecken, sondern auch, weil das Rezept so herrlich unkompliziert ist:

2 Eier mit 200 g Zucker und 1 Prise Salz schaumig schlagen, 250 g Kokosraspel und 2 EL Zitronensaft unterrühren. 10 Minuten quellen lassen. Den Backofen auf 150 Grad vorheizen. Mit zwei Teelöffeln kleine Häufchen formen und direkt (also ohne Backoblaten) auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen. Ca. 15 Minuten backen – fertig!