Mütze längs gestrickt

Mütze längs gestrickt, kraus rechts
Längs gestrickte Mütze

Für diese Mütze habe ich ca. 60 g gefachtes Garn mit Wolle verstrickt. Ich hatte es aus zweiter Hand und weiß daher nur, dass es von Lady Dee (unbezahlte Werbung) stammt. Wählt möglichst wärmendes, leichtes Garn mit einer ähnlichen Maschenprobe. Bei mir entsprechen 18 Maschen etwa 10 cm. Dazu braucht ihr eine passende Rundstricknadel und nach Wunsch zwei Maschenmarkierer.

52 Maschen anschlagen. Die Mütze wird kraus rechts und mit verkürzten Reihen gestrickt, dh. wir stricken immer rechts!

Erste Reihe: nur 37 Maschen stricken, dann wenden. Wer will, bringt an dieser Stelle einen Maschenmarkierer an zur leichteren Orientierung in den Folgereihen.
Zweite Reihe: Die erste Masche als doppelte Masche arbeiten: d.h wie zum Linksstricken abheben, dabei den Faden straff nach hinten ziehen. Die Masche liegt nun doppelt auf der Nadel. Durch die doppelte Masche werden spätere Löcher verhindert! Reihe bis zum Schluss stricken, wenden.
Dritte Reihe: Hier jetzt 45 Maschen stricken – also über die doppelte Masche hinweg. Zur leichteren Orientierung am besten auch hier nach der 45. Masche einen Maschenmarkierer anbringen, wenden.
Vierte Reihe: mit doppelter Masche beginnend die Reihe rechts bis zum Ende stricken.
Fünfte und sechste Reihe: alle Maschen stricken.

Diese sechs Reihen werden ständig wiederholt, bis der untere Mützenrand breit genug ist. Mit eurem Kopfumfang vergleichen! Dann abketten und die seitlichen Nähte schließen. Ich häkle sie dazu mit Kettmaschen zusammen. Fäden verwahren – fertig!

Mütze mit verkürzten Reihen
Mütze mit verkürzten Reihen. Hier sieht man, wie die Form entsteht

Strickjacke „Diabola“

Strickjacke "Diabola"
Strickjacke „Diabola“

Es ist immer wieder schön, wenn man eine eigene Idee umsetzt und dann merkt, dass das Ergebnis noch viel besser als geplant ist! So ging es mir hier. Die „Diabola“ hat eine weit schwingende Zipfelform, und dank der lässt sich die Strickjacke wickeln, knoten oder auch offen tragen. Verwendet habe ich wieder das übliche vierfädige Farbverlaufsgarn: 1400 m plus 250 m für die Kapuze und je knapp 200 m für die Ärmel – ein Bobbelset zu „Kiss me“ von Bobbelsbykati (unbezahlte Werbung).

Hier der Link zu meiner Anleitung bei Crazypatterns:

https://www.crazypatterns.net/de/items/55378/diabola-zipfelige-strickjacke-aus-farbverlaufsgarn

Halloween-Windlichter

Halloween-Windlichter
Halloween-Windlichter mit Serviettentechnik

Serviettentechnik ganz einfach: Hier habe ich die obere Lage einer Halloween-Serviette rund um ein Schraubdeckelglas geklebt. Dass sie nicht überall ganz plan aufliegt, verleiht dem scherenschnittähnlichen Motiv der Serviette einen besonders geisterhaften Reiz.

Das Glas muss dazu sauber und trocken sein. Lösen sich die Etiketten nicht schon in warmem Wasser, funktioniert es fast immer in der Spülmaschine. Nach dem Spülgang unten das Papieretikett herausfischen und auch den Haarfilter der Spülmaschine abbürsten. Sonst verstopfen die Klebereste diesen für die nächsten Spülgänge. Manchmal bleiben trotzdem noch Reste auf dem Glas. Mit dem Stahl-Topfkratzer gehen sie weg. Da das Glas hier beklebt wird, machen feine Kratzer nichts!

Glas rundum mit Serviettenlack einstreichen. Die obere Lage der Serviette mit der Rückseite nach oben auf eine Folie legen und das Glas vorsichtig darüber rollen. Die Serviette bleibt haften. Oben um den Glashals andrücken, anschließend kann man die überstehenden Serviettenteile abschneiden. Serviette auch von außen mit Serviettenlack bepinseln und trocknen lassen. Den Schraubdeckelrand habe ich mit Papierklebeband kaschiert.

Erleuchten kann man die Gläser mit echten Kerzen, LED-Kerzen (manche lassen sich durch Rütteln ein- und ausschalten, müssen also gar nicht aus dem Glas genommen werden) oder auch Mini-Lichterketten. Eine solche steckt bei mir im hinteren Glas.

Spielbrett aus Holz

Spielbrett aus Holz
Spielbrett aus Holz

Idee für dieses Spielebrett war keineswegs das Mühlespiel selbst!
Weil mir die dünnen Spielbretter aus meiner Gesellschaftsspiel-Sammlung so leicht auf dem Tisch verrutscht sind, wollte ich eine feste Unterlage. Und so habe ich mir im Baumarkt 5 mm dickes Sperrholz zusägen lassen: mit 35×35 cm rundum etwas größer als die bis zu 30×30 cm großen Spielpläne. Dazu habe mir eine 2 cm breite Halbrundleiste gekauft und diese gleich im Baumarkt mit der Gehrungssäge in 35 cm lange Stücke zerlegt – so, dass sie sich zum Rahmen zusammenlegen ließen.

Daheim habe ich dann alles glatt geschmirgelt und die Leisten mit Holzleim als Rahmen aufgeklebt (dazu mit Schraubzwingen fixieren). Die Linien fürs Mühlespiel habe ich erst einmal mit Geodreieck und Bleistift vor- und dann mit schwarzem Lackstift nachgezeichnet. Anschließend bekam das Brett noch einen Lacküberzug. Fürs Mühlespiel fehlen nur noch die Steine. Jedes andere Spielbrett kann einfach in den Rahmen gelegt werden und lässt sich dann z.B. auch auf dem Sofa bespielen oder auch mal transportieren.

Schach-Tablett

Schachtablett
Schachtablett

Mit der Schablonentechnik kann man auch gut Schachbrettmuster erzeugen. Ich habe hierfür 4×4 cm große Stücke aus selbstklebender Folie geschnitten: die zum Büchereinbinden. Vorteil: Hier muss nichts mehr angezeichnet werden. Die Linien zum Ausschneiden sind schon auf der Rückseite! Wer wie ich 64 Felder im Quadrat plant, also zum Schablonieren 32 Quadrate auschneidet, kann das so entstehende Schachfeld später auch bespielen.

Ich habe hierfür ein Holztablett verwendet. Erst einmal mit Holzgrundierung behandeln! Ich wollte die Holzoptik teilweise erhalten und habe daher die Quadrate direkt aufgeklebt. Wer das nicht will, kann auch erst einmal eine Wunschfarbe als Grundierung auftragen. Dann habe ich das Ganze mit weißem Acryllack besprüht. Nach dem Trocknen die Klebequadrate abziehen.

Damit sich auch die Rückseite sehen lassen kann, habe ich hier zuvor gepresste Blätter als Schablonen verwendet. Die Blätter vorm Besprühen mit etwas doppelseitigem Klebeband am Tablett fixieren und so am Verrutschen hindern. Nach dem Trocknen der Farbe die Blätter entfernen – und das Tablett von beiden Seiten klar lackieren.

Schabloniertechnik mit Herbstlaub
Schabloniertechnik mit Herbstlaub

Hier auf dem Foto ist zudem ein Tischläufer zu sehen, denn ich Kinder im Kindergartenalter mit Blättern, Stofffarbe und Pinseln in der Schabloniertechnik bedrucken ließ.

Eulen-Tablett

Eulentablett
Mit Schablonendruck verziertes Tablett

Na, kennt ihr die Eule noch? Schablonendruck funktioniert auf allen Materialien – hier habe ich den Garderobenhaken dreimal als Schablone für ein Holztablett verwendet. Dieses war unbehandelt. Daher habe ich es erst einmal mit Holzschutz grundiert und dann mit weißem Acryllack besprüht. Als das Weiß gut getrocknet war, habe ich das Motiv aufgelegt und mit einem Stupfpinsel und jeweils wenig blauer Acrylfarbe ausgetupft – auch entlang der Außenkanten. Auch die Ränder des Tabletts habe ich blau gestrichen (zuvor an den Kanten mit Malerkrepp abkleben).

Die Rückseite habe ich mit Serviettentechnik gestaltet. So kann sich das Tablett bei Nichtverwendung von beiden Seiten sehen lassen.

Serviettentechnik auf Holz
Serviettentechnik

Zum Schluss habe ich das Tablett von beiden Seiten mit mehreren Schichten seidenmatten Klarlacks besprüht.

Gehäkelte Sternenjacke

gehäkelte Sternenjacke nach der Anleitung von Christiane Brakhage
Gehäkelte Sternenjacke aus Farbverlaufsgarn

Christiane Brakhages Anleitung für diese Sternenjacke stammt aus der Facebook-Gruppe „Coole Handarbeiten für starke Persönlichkeiten“ . Die Jacke wird im RVO-Prinzip von oben nach unten gehäkelt. Ich habe dafür den dreifädigen Bobbel „Sky and Sand“ von Bobbelsbykati (unbezahlte Werbung) mit einem hellblauen Viskose-Glitzerfaden verarbeitet: 1250 m zuzüglich zweimal 200 m für die Ärmel. Anders als in der Anleitung habe ich je drei Reihen mit Stäbchen im Wechsel mit einer Lochreihe gearbeitet und unter den Ärmeln anfangs nur jede zweite Reihe, dann gar nicht mehr zugenommen.

Shirt mit schablonierter Eule

Shirt mit schablonierter Eule
Shirt mit schablonierter Eule

Für die Schabloniertechnik kann man prima alle möglichen filigranen Dinge verwenden und damit einen „Negativdruck“ erzeugen. Ich habe hier einen Garderobenhaken in Eulenform gewählt. Denkbar sind z.B. auch Tortenspitze oder herbstliche Blätter.

Der Stoff muss vorgewaschen sein (ohne Weichspüler). Dann Zeitungspapier zwischen die Stofflagen schieben, damit die Farbe nicht auch auf die Rückseite des Shirts dringt. Motiv auflegen. Mit einem Stupfpinsel wenig Stoffmalfarbe aufnehmen und entlang der Konturen des Motivs auftupfen. Dieses dabei ohne zu wackeln auf den Stoff drücken!

Schablone vorsichtig abheben – am besten warten, bis die Farbe getrocknet ist. Durch heißes Bügeln von links (Zeitungspapier darunter und darüber legen) wird die Farbe im Stoff fixiert.

Shirts mit Schablonendruck

shirts mit schablonierten Motiven
Shirts mit schablonierten Motiven

Klar, T-Shirts mit Motiven kann man kaufen – in riesiger Auswahl. Aber vielleicht will man sie ja mit einem besonderen Motiv verzieren? Über diese Shirts darf sich z.B. ein Fan von Harry Potter und vom Fliegenden Spaghettimonster freuen.

Die Motive, Silhouetten oder Symbole eurer Wahl vorher in der gewünschten Größe auf Papier vorzeichnen. Ihr könnt auch Vorlagen aus dem Internet suchen: Solange ihr die nur für euch persönlich verwendet, gibt es keine Probleme mit dem Urheberrecht. Ich habe dann durchsichtige Folie über die Papiermotive gelegt und alles mit Folienstift übertragen. Nun wird alles ausgeschnitten, was später farbig werden soll. Für meine Symbole habe ich mehrteilige Schablonen schneiden müssen.

Die T-Shirts müssen vorm Bedrucken ohne Weichspüler gewaschen werden, damit die Farbe gut aufgenommen werden kann. Dann bügeln. Ich habe nun jeweils ein Styroporbrett ins Shirt geschoben, die Schablonen aufgelegt und mit Stecknadeln fixiert.

Schablonieren auf Stoff
Schablonieren auf Stoff

Wer kein Stryoporbrett hat, kann auch mehrere Lagen Zeitungspapier verwenden.
So druckt die Farbe nicht auf die Shirt-Rückseite durch. Allerdings halten hier die Stecknadeln nicht so gut. Statt der einfachen Folie könnte man aber auch Klebefolie verwenden (im Beispiel habe ich Klebepunkte für die Augen verwendet) – etwas teurer, funktioniert aber prima. Nur das Übertragen des Motivs ist dann nicht so einfach! Papierschablonen eignen sich nicht: Hier würden die Kanten durch die Farbe aufgeweicht.

Dann wird mit einem Stupfpinsel – so nennt man die runden Borstenpinsel – wenig Stoffmalfarbe aufgenommen. Zu viel Farbe abstreifen, sie könnte unter die Schablone dringen! Nun die Schablone mit der Farbe austupfen. Fertig? Alles trocknen lassen, dann die Schablonen vorsichtig entfernen.

Durch heißes Bügeln von links (darunter und darüber Zeitungspapier legen), werden die Motive waschecht.

Stoffdruck mit Obst und Gemüse

Tischdecken mit Apfel- bzw- Salatabdrücken
Tischdecken mit Apfel- bzw. Salatabdrücken

Viele Früchte eignen sich perfekt als Stempel für dekorative Motive. Alles, was man braucht, ist eine glatte Schnittfläche. Klassiker ist sicherlich der Apfel, den man auf verschiedene Weise zurecht schneiden kann. Erstaunlich schön ist der Abdruck eines Salatstrunks. Er wirkt wie eine Rose – kaum jemand käme beim Anblick auf den Salat als Stempel!

Das Ganze klappt natürlich auf Papier, aber z.B. auch auf Stoff. Ich habe hier Tischdecken verziert. Die Textilien sollten möglichst aus Naturfasern bestehen und müssen (ohne Weichspüler!) gewaschen werden, damit die Appretur entfernt wird und der Stoff die Farbe gut aufnehmen kann. Die Schnittfläche der Fruchtstücke dann einfach mit Stoffmalfarbe bepinseln. Nicht zu viel Farbe verwenden, zur Probe einmal auf Küchenpapier abdrucken! Dann ohne zu wackeln fest auf den Stoff drücken und wieder abheben. Vorher die Anordnung überlegen – Korrekturen sind später nicht möglich!

Nach dem Trocknen werden die Stoffe möglichst heiß von der Rückseite gebügelt (Zeitungspapier darunter und dazwischen legen!). So wird die Farbe waschecht.